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Coaching in der Weiterbildung – der wahre Trend: ein Paradigmenwechsel im Hintergrund

Dieser Artikel erschien in Ausgabe 3 / 2015 des BLICKPUNKT KMU, dem unabhängigen Wirtschaftsmagazin für Schweizer KMU.

 

Coaching in der Weiterbildung – der wahre Trend: ein Paradigmenwechsel im Hintergrund

Dominik Godat und Elfriede Czerny

Coaching ist der Trendbegriff schlechthin, nicht nur in der Weiterbildung. Der wahre Trend spielt sich jedoch im Hintergrund ab. Denn dort findet in vielen Bereichen ein Paradigmenwechsel statt: Weg von der Problemoptik, hin zu einer lösungsfokussierten Haltung.

Coaching boomt! Coaching ist in! Coaching ist Trend! So scheint es auf den ersten Blick. Doch das was als Trend verkauft wird, ist meist altbekannt. Und das, obwohl Coaching omnipräsent ist und Coachingweiterbildungen wie Pilze aus dem Boden schiessen. Der wahre Trend jedoch ist nicht ganz so offensichtlich.

Coaching – ein Trendbegriff, der alles und nichts bedeutet
Das Wort «Coaching» hat sich in den letzten Jahren zu einem wahren Trendbegriff entwickelt, nicht nur in der Beratung und Führung, sondern in unzähligen Lebensbereichen. Sie können sich vom Executive-Coach bis zum Fitness-Coach, vom Life-Coach bis zum Ernährungs-Coach weiterbilden. Alle heissen Coaches, alle machen coaching. Wer sich früher Berater genannt hat, nennt sich heutzutage Coach. Meist machen die dann jedoch das gleiche, was sie auch schon unter der alten Bezeichnung gemacht haben. Nur der Begriff hat sich geändert. Coaching ist heute ein Sammelbegriff für viele verschiedene Beratungs- und Begleitungsangebote, der eigentlich nichts mehr aussagt. Deshalb lohnt es sich genau hinzuschauen, was diejenigen, die sich Coaches nennen und diejenigen, die Coachingweiterbildungen anbieten, genau tun. Tut man dies, wird klar, dass die Inhalte nicht neu sind. Aber der Begriff «Coaching» ist halt trendy und lässt sich gut verkaufen.

Expertenberatung oder Prozessbegleitung?
Um die verschiedenen Coaching-Angebote gut einordnen zu können, lohnt sich die Unterscheidung zwischen Expertenberatung und Prozessbegleitung. Wenn vorwiegend das Fachwissen des Coaches im Zentrum steht, handelt es sich um eine klassische Expertenberatung. Diesse findet in der Weiterbildung zum Beispiel im Rahmen einer Studienberatung statt. Dort werden Sie über die vorhandenen Angebote informiert, erhalten Ratschläge, wie Sie am besten vorgehen und wissen danach über die konkrete Sachlage Bescheid. Diese Beratungsform ist vor allem dann sinnvoll, wenn Ihnen Fach- oder Sachwissen fehlt, um einen Schritt weiterzukommen. In vielen Coachingweiterbildungen werden Sie ebenfalls zum Fachexperten für ein spezifisches Thema und können dann den Ratsuchenden mit Ihrer Expertise weiterhelfen. Expertenberatungen gab es schon immer. Mit dem Titel «Coaching» versehen, werden sie jedoch wieder hip.

Coaching im engeren Sinne setzt nicht auf möglichst viel Fachwissen, sondern vielmehr auf eine Hilfe zur Selbsthilfe in Form einer Prozessbegleitung. Bei der Prozessbegleitung stehen Kunden mit ihren Anliegen, ihren Erfahrungen und ihren Ideen im Zentrumund werden von Coaches auf ihrem Weg begleitet.

Prozessbegleiter fragen mehr als sie sagen. Und nicht primär, weil sie etwas wissen wollen, sondern viel mehr mit der Idee, dass die Kunden selber Experten für ihre Situation sind und die gestellten Fragen bei ihnen nützliche Reflexionen auslösen, die sie weiterbringen. Coaches sind Fragende, die Sie mit spezifischen Fragetechniken unterstützen, sich mit Ihrer Situation auseinanderzusetzen und für sich und aus sich heraus gute Lösungen zu finden. Diese Art von Coaching ist dann ideal, wenn die Situation komplex ist und Standardkonzepte nicht mehr passen. Dann, wenn es individuelle Lösungen braucht, für die nur Sie selber – und nicht ein externer Coach – Experte sein können.

Während Expertenberatungen und Beratungsweiterbildungen seit Jahrzehnten zum Standard gehören, findet sich diese Art der reinen Prozessbegleitung in der Weiterbildung noch eher selten. Und wenn, dann entweder als Coachingweiterbildung für spezifische Zielgruppen, wie zum Beispiel im CAS Coaching als Führungskompetenz der Hochschule Luzern, oder als Begleitangebot in Führungskräfteschulungen, wie im CAS Leadership der Hochschule Luzern, in dem Führungskräfte von Coaches während der Dauer des CAS in ihrer Führungspraxis begleitet werden.

Der wahre Trend: ein Paradigmenwechsel im Hintergrund
Obwohl Coaching als Begriff in aller Munde ist, spielt sich der wahre Trend jedoch im Hintergrund ab. Denn dort findet momentan in vielen Fachbereichen ein schrittweiser Paradigmenwechsel statt, der stark durch den Erfolg des lösungsfokussierten Coachingansatzes getrieben wird, welcher ab Ende der siebziger Jahre von Steve de Shazer, Insoo Kim Berg und ihrem Team entwickelt worden ist. Steigende Anforderungen verlangen in den meisten Bereichen zunehmend nach einer raschen, pragmatischen und gleichzeitig nachhaltigen Lösungsfindung. Und genau dafür wurde dieser Ansatz entwickelt, der sich nun 40 Jahre später rasant verbreitet.

Kern des lösungsfokussierten Ansatzes ist eine etwas andere Haltung Problemen gegenüber, als wir dies gewohnt sind. Währendem wir gelernt haben, dass wir Probleme analysieren müssten, um diese auch lösen zu können, geht dieser Ansatz einen schnelleren und zukunftsorientierteren Weg. Er fokussiert konsequent auf Ziele, vorhandene Stärken und Ressourcen sowie auf sinnvolle nächste kleine Schritte. Anstatt zu fragen «Was läuft schief?» interessiert vielmehr

  • ein attraktives und detailliertes Zielbild («Was wollen wir genau? Was wird dann anders sein?»),
  • das Bewusstwerden der eigenen Stärken und Ressourcen («Was können wir gut? Was können wir einsetzen, um einen Schritt weiterzukommen?») sowie
  • das Entwickeln von kleinen, realistischen nächsten Schritten, die auch tatsächlich umgesetzt werden und uns in Richtung unseres Zieles bringen («Woran werden wir erkennen, dass wir einen kleinen Schritt weiter sind? Was werden wir dann getan haben?»).

Viele Bereiche, in denen es um eine effektive und effiziente Lösungsfindung geht, entwickeln sich zunehmend weg von der ursprünglichen Problemanalyseoptik, hin zu einer lösungsfokussierteren Denkhaltung. Dies spielt sich jedoch im Hintergrund – obwohl stark vom Coaching beeinflusst – meist ohne das Wort Coaching ab. Ob in Personalmanagement, Merger & Acquisitions, Verkauf, Risikomanagement, Pädagogik, Organisationsentwicklung, Konfliktmanagement oder in der Führung – die lösungsfokussierte Denkhaltung erobert sich in vielen Bereichen erfolgreich ihren Platz, weil sie wirkungsvoll und effizient zur Zielerreichung beiträgt. Dies äussert sich natürlich auch in der Weiterbildung, in der dieser Ansatz in immer mehr Angeboten vorkommt.

Besonders spannend ist dabei momentan die Entwicklung im Bereich der Führung. Lösungsfokussierte Führung, welche lösungsfokussierte Coachingkompetenzen mit erfolgreicher Führung verknüpft, rückt mehr und mehr in den Fokus. Führungskräfte richten dabei die Aufmerksamkeit auf die Potenzialentfaltung ihrer Mitarbeitenden und stossen mit den richtigen Fragen Lösungsfindungs und Entwicklungsprozesse an. Studien mit lösungsfokussierten Führungskräften belegen, dass diese Art der Führung nicht nur zu besseren Resultaten und einem höheren Engagement der Mitarbeitenden führt, sondern Führungskräfte in ihrer Führungsaufgabe entlastet und diese sich in ihrer Führungsrolle bedeutend wohler fühlen. Und dies zeigt sich bereits in entsprechenden Weiterbildungsangeboten.

Hier können Sie den Original-Artikel downloaden: Blickpunkt KMU – Coaching in der Weiterbildung – der wahre Trend: ein Paradigmenwechsel im Hintergrund

Family Brands Blog

Lösungsfokussierte Führung und Employer Branding

Toller Blogbeitrag von Karlheinz Illner, von FamilyBrands, Werteorientierte Marken- und Mitarbeiterentwicklung für Familienunternehmen,  zum Thema „Lösungsfokussierte Führung und Employer Branding“, den er nach dem 2-tägigen Train-the-Trainer-Seminar in München verfasst hat.

Karlheinz schreibt zum Beispiel: „Ich persönlich finde diese “Haltung” [der lösungsfokussierten Führung] sehr wertvoll und erlebe immer wieder, wie wirkungsvoll schon diese – andere – Haltung sein kann. Allerdings kann ich bestätigen, dass es eine Herausforderung ist, in dieser Haltung zu bleiben. Ich bemerke selber immer wieder, dass ich in die “klassische” Haltung einer Führungskraft “falle” und Lösungen vorgebe, anstatt sie mit den Mitarbeitern zu erarbeiten.“

Es kann aber nur funktionieren, wenn es die Unternehmensspitze “vorlebt”. Entsprechend haben inhabergeführte Familienunternehmen die besten Chance diesen – für viele – revolutionären Ansatz umzusetzen. Ich bin der festen Überzeugung, dass es bei den Mitarbeitern Potenzial freisetzt, die Motivation erhöht und die Attraktivität des Unternehmens deutlich erhöht. Deshalb lohnt sich der Einsatz dafür. Es schafft eine Unternehmenskultur, die viel stärker wirkt, als aufgesetzte Employer Branding Konzepte.“

Direkt zum Blogbeitrag!

 

Einladung zum Buchapéro „Lösungen auf der Spur“ vom 31. März 2014 ab 16.30 in Luzern

Wir freuen uns sehr über das Buchapéro von Dominik Godat’s Buch „Lösungen auf der Spur – Wirkungsvoll führen dank Lösungsfokus“ vom 31. März 2014 in Luzern und laden Interessierte herzlich dazu ein.

„Kommen Sie mit auf eine Reise in die Welt der lösungsfokussierten Führung. Lernen Sie einen wirkungsvollen Führungsstil kennen, der das gesamte Potential Ihrer Mitarbeitenden nutzbar macht und mit dem Sie sehr effektiv zu guten Resultaten kommen. Entdecken Sie einen Ansatz der sowohl die effiziente Zielerreichung als auch die Mitarbeitenden wertschätzend ins Zentrum stellt –Kommen Sie mit: Wir sind Lösungen auf der Spur!“ Mehr zum Buch findest du hier: http://www.solutionfocusedleadership.com/das-buch/

Das Buchapéro findet am 31. März 2014 ab 16.30 in den Räumlichkeiten der Hochschule Luzern statt. Für alle Interessierten findet auch ein Buchverkauf statt. Hier findest du genauere Angaben zu Ort und Zeit und kannst dich anmelden:  http://doodle.com/i78rem2z7hwzv7nf#table

Ihre Gastgebenden

Elfriede Czerny und Dominik Godat

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Article: Solution Focused Leadership – the other side of the elephant – Four distinctions between SFL and SF coaching

Viel Spass mit dem Artikel: „Solution Focused Leadership – the other side of the elephant – Four distinctions between SFL and SF coaching“, der im InterAction in der Novemberausgabe 2013 (http://www.asfct.org/) erschienen ist:

4 Unterschiede zwischen lösungsfokussierter Führung und Coaching

Let’s go – Erfolgsgeschichten und Praxishinweise

Herzlich Willkommen auf der neuen Online-Platform für lösungsfokussierte Führung! „Wenn Ihre Handlungen andere inspirieren, mehr zu träumen, mehr zu lernen, mehr zu tun und mehr aus sich zu machen, dann sind Sie ein Leader.“ John Quincy Adams

Hier findest du laufend neue inspirierende Erfolgsgeschichten, Praxishinweise, Fragen und Antworten aus der Praxis und für die Praxis – von Praktikerinnen und Praktikern, die sich am Austausch beteiligen.

Hast du auch eine Erfolgsgeschichte zu erzählen? Ein Highlight deiner lösungsfokussierten Führung? Einen Kurzbericht über deine ersten Umsetzungserfahrungen? Oder eine Frage, die dich beschäftigt? Poste diese doch auf unserem Emailforum – nimm am Austausch teil, damit wir gemeinsam voneinander lernen können!

Herzlich, Dominik Godat

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Mit Wertschätzung zu hoher Qualität

Diese Erfolgsgeschichte wurde mir von Taku Ogawa zugetragen:

Hello my name is Mr. Taku Ogawa. I am an administrator in a hospital in Japan. The most important thing in working at a hospital is being able to ensure everyone’s happiness. We all must share the responsibility when we are working together to make our patients happy. When we receive compliments or praise Mit Wertschätzung zu hoher Qualität weiterlesen