Herzliche Gratulation – Andrea Deiss und Timo Schneider waren Lösungen auf der Spur und haben im Rahmen Ihres MAS Management im Sozial- und Gesundheitsbereich der Hochschule Luzern eine schöne Masterarbeit zum Thema „Wirkungsvolle Führung – zwischen Problemtrance und Lösungstango“ geschrieben, in der sie der Frage nachgehen, welche Instrumente des lösungsorientierten Ansatzes einen Beitrag zu einer wirkungsvollen Führung liefern. Die Arbeit weist überraschende theoretische Anknüpfungen an andere Führungsideen, wie z.B. denjenigen von Malik, sowie praktische Hinweise für die eigene Führungspraxis auf.
Ich freue mich, dass sich ihre Arbeit auch auf das damals noch unveröffentlichte Manuskript von „Lösungen auf der Spur – Wirkungsvoll führen dank Lösungsfokus“ bezieht ich euch diese hier exklusiv präsentieren darf. Vielen Dank dafür Andrea Deiss, Timo Schneider sowie der Hochschule Luzern für die Genehmigung, diese hier publizieren zu dürfen: Masterarbeit Wirkungsvolle Führung zwischen Problemtrance und Lösungstango
Auszüge aus der Arbeit:
„Unsere leitende Fragestellung, „Welche Instrumente des lösungsorientierten Ansatzes liefern einen Beitrag zu einer wirkungsvollen Führung?“, lässt sich nicht nur auf der Ebene von Instrumenten des lösungsorientierten Ansatzes beantworten. Beim lösungsorientierten Ansatz geht es um eine Sicht- und Denkweise, bei der es um mehr als um eine Sammlung von Techniken und Instrumenten geht. Zentral ist für die Lösungsorientierung die Haltung, die ihren Ursprung u.a. im Konstruktivismus hat. Wenn dies als Grundlage für die Anwendung der verschiedenen Techniken angenommen wird, erachten wir folgende Instrumente in der Führung als wirkungsvoll: Sämtliche Frage-Techniken, die die Mitarbeitenden in der Lösungsfokussierung unterstützen, wie beispielsweise Skalierungsfragen, die Wunderfrage, Zukunftsorientierte Fragen, Ausnahmefragen und Bewältigungsfragen. Ebenfalls zeigt sich, dass Wertschätzung und Komplimente wichtige Instrumente sind, um Mitarbeitende zu motivieren. Die Ressourcenorientierung hilft Führungskräften dabei, ihre Mitarbeitenden dort einzusetzen, wo ihre Stärken liegen, was die Zufriedenheit der Mitarbeitenden erhöht. Perspektivenwechsel und Reframing sind nützliche Hilfsmittel, in verfahrenen und schwierigen Situationen neue Impulse für weitere Schritte zu erhalten. (…)
Neben den obigen Empfehlungen aus der Beantwortung der leitenden Fragestellung, erachten wir die Reflexion des eigenen Führungsverst.ndnisses als wesentlich. Die eigene, innere Haltung zu überprüfen, anstatt Techniken zu erlernen, ist aus unserer Sicht zu priorisieren. Erst dann kann die Anwendung der Techniken und Werkzeuge aus der Lösungsorientierung besser gelingen. Der lösungsorientierte Ansatz beansprucht für sich jedoch nicht die einzige Möglichkeit für wirkungsvolle Führung zu sein, bietet allerdings mit seinen Grundannahmen hilfreiche Leitlinien für die Führungsarbeit. Ausserdem hilft unserer Erfahrung nach dieser Ansatz bei der eigenen Psychohygiene und Burnout-Prophylaxe. Die Lösungsorientierung hat nach unserer Einschätzung grosses Potential, uns in unserer Führungsarbeit zu unterstützen. Entscheidend ist für uns die Haltung, wie wir der Komplexität und den vielfältigen Anforderungen und Fragestellungen begegnen. Die Perspektivenwahl ist aus unserer Sicht dabei entscheidend. Richten wir den Fokus auf das Funktionierende bzw. auf das Positive, so entstehen Lösungsmöglichkeiten und wir können die vielfältigen Herausforderungen gelassener meistern. Wir sind überzeugt, dass auch die Resultate durch den Miteinbezug der Mitarbeitenden besser ausfallen und von uns weniger Energie abverlangt wird. Reframing bzw. ein bewusster Fokus auf das Positive hilft in stressauslösenden bzw. belastenden Situationen eine gelassenere Haltung einzunehmen und den Problemen weniger Gewicht zu geben.“