Archiv der Kategorie: Praxishinweise

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Lösungsfokussierte Führung: Das Ziel vor Augen

Unser Artikel, der in der Juli/August 2015 Ausgabe von PersonalSCHWEIZ erschienen ist, gibt es jetzt auch online:

Der Wettbewerbsdruck und die hohen Anforderungen an die Führung fordern ein neues Führungsverständnis. Lösungsfokussierte Führung ist effektiv und stellt die Mitarbeitenden ins Zentrum.

Moderne Führung muss weg vom heu­tigen «Managen»
Die Anforderungen an Führungskräfte sind hoch. Sehr gute Resultate sind Pflicht, und das in einer dynamischen und sich schnell verändernden Welt. Zudem haben Mitarbeitende steigende Ansprü­che an gute Mitarbeitendenführung und wählen je länger, je mehr Unternehmen auch danach aus. Um engagierte Mitar­beitende anzuziehen und längerfristig zu binden und gleichzeitig sehr gute Resulta­te zu erzielen, braucht es einen Führungs­stil, der die Mitarbeitenden ins Zentrum stellt und gleichzeitig sicherstellt, dass die anspruchsvollen Ziele erreicht werden.

Moderne Führung muss weg vom heu­tigen «Managen» (maneggiare: an der Hand führen) hin zu einer Form von Leadership, bei der Führungskräfte die Mit­arbeitenden optimal unterstützen, ihr Po­tenzial zu entfalten und auch zu nutzen. Lösungsfokussierte Führung wird diesem Anspruch besonders gut gerecht, da sie sowohl eine hohe Mitarbeitenden- als auch eine ausgeprägte Aufgabenorien­tierung aufweist.

Studien zum Employee Engagement zei­gen klar auf, was Mitarbeitende brau­chen, damit sie ihre volle Leistungsfä­higkeit ins Unternehmen einbringen. Mitarbeitende wollen:

  • einen wichtigen Beitrag zum Unterneh­menserfolg leisten,
  • von ihren Vorgesetzten als Menschen anerkannt werden,
  • in ihrer Entwicklung gefördert werden sowie
  • einen klaren, verbindlichen Rahmen vorfinden, in welchem ihre Arbeits­kollegen ebenfalls eine hohe Qualität erbringen wollen.

Wirkungsvoll dank Lösungsfokus
Lösungsfokussierte Führung ist äusserst effektiv und deckt diese vier Punkte voll­umfänglich ab. Der Kern ist eine etwas andere Haltung Problemen gegenüber, als wir dies gewohnt sind. Während wir gelernt haben, dass wir Probleme ana­lysieren müssten, um diese auch lösen zu können, geht dieser Ansatz einen schnelleren und zukunftsorientierteren Weg. Er fokussiert konsequent auf die gewünschte Zukunft, vorhandene Stär­ken und Ressourcen sowie auf sinnvolle nächste kleine Schritte. Führungskräfte, die so führen, unterstützen ihre Mitarbei­tenden bei der Lösungsfindung durch die richtigen Fragen, welche die Mitarbeiten­den von der Problem- auf die Lösungs­ebene führen. Statt zu fragen «Was läuft schief?» interessiert vielmehr:

  • ein attraktives und detailliertes Zielbild («Was wollen wir genau? Was wird dann anders sein?»),
  • das Bewusstwerden der eigenen Stär­ken und Ressourcen («Was funktioniert bereits gut? Was können wir gut?»)
  • sowie das Entwickeln von kleinen, rea­listischen nächsten Schritten, die auch tatsächlich umgesetzt werden und uns in Richtung unseres Zieles bringen («Was wäre ein erster kleiner Schritt in die gewünschte Richtung?»).

hier weiterlesen…

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LETZTE CHANCE FÜR LATE BIRDS! JETZT NOCH ANMELDEN FÜR DIE SOLWORLDDACH-KONFERENZ VOM 29./30. MAI 2015 – ES HAT NOCH WENIGE PLÄTZE FREI!

Weiter geDACHt

Zum zweiten Mal gibt es die internationale SOLworld Konferenz zum Austausch über lösungsfokussiertes Arbeiten in Organisationen auf Deutsch. Die Konferenz ist von und für Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH). Wir freuen uns darauf. dass bei unserer zweiten Konferenz fleißig weitergeDACHt und weitergemacht wird

Die Konferenz findet 2015 vom 29. Mai 2015 ca. 12:00 bis zum 30. Mai ca.18:00 in Bad Soden in der Nähe von Frankfurt statt.

Weitere Infos findest du hier: http://solworlddach.com/  LETZTE CHANCE FÜR LATE BIRDS! JETZT NOCH ANMELDEN FÜR DIE SOLWORLDDACH-KONFERENZ VOM 29./30. MAI 2015 – ES HAT NOCH WENIGE PLÄTZE FREI! weiterlesen

Erhöhen Sie das „Employee Engagement“ Ihrer Mitarbeitenden mit lösungsfokussierter Führung

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Wissenschaftliche Studien zum Thema Employee Engagement[1]  zeigen auf, dass Unternehmensbereiche mit höherem Engagement der Mitarbeitenden eine signifikant bessere Gesamtleistung erzielen. Diese Unternehmensbereiche weisen zum Beispiel nicht nur eine höhere Kundenloyalität aus, sind profitabler und produktiver, haben eine geringere Fluktuation sowie niedrigere Absenzquoten, sondern produzieren auch in einer besseren Qualität (Harter et al. 2009, 3).

Ein hohes Employee Engagement macht also einen bedeutenden Unterschied. Doch wie kann dieses erhöht werden? Forschungsresultate zeigen, dass es vor allem durch die direkte Führung beeinflusst wird: Erhöhen Sie das „Employee Engagement“ Ihrer Mitarbeitenden mit lösungsfokussierter Führung weiterlesen

Mit positiven emotionalen Erfahrungswerten zur gewünschten Zukunft

Wir freuen uns, dass unser Beitrag Lösungsfokussierte Führung – Mit positiven emotionalen Erfahrungswerten zur gewünschten Zukunft im neuen Buch Emotion und Intuition in Führung und Organisation erschienen ist.

BuchcoverEmotionen

„Renommierte Autoren und Autorinnen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen und der Praxis geben Denkanstöße sowie konkrete Handlungshinweise für eine moderne, gerechte und erfolgreichere Führung sowie Organisationsgestaltung. Führungskräfte, CEOs und deren Berater lernen, die Bedeutung von Emotionen und Intuitionen für Arbeitsbedingungen und soziale Beziehungen zu verstehen sowie deren grundlegenden Einfluss auf organisationale Veränderungen zu begreifen.“

Ziel unseres Buchkapitels ist es, Ideen und Denkanstöße zu liefern, wie durch lösungsfokussierte Führung positive emotionale Erfahrungswerte geschaffen bzw. aktiviert werden können, die zu zielorientierten und handlungswirksamen Entscheidungen führen.

Auszug aus dem Buchbeitrag:

„Lösungsfokussierte Führung ist äußerst effektiv, da sie bewusste und unbewusste Entscheidungsprozesse unterstützt und die Selbstwirksamkeitsüberzeugung der Mitarbeitenden stärken kann. Mit positiven emotionalen Erfahrungswerten zur gewünschten Zukunft weiterlesen

Wunder

Die ersten lösungsfokussierten Schritte – Erfahrungen eines Teamleiters mit der Wunderfrage

Die Erfahrungsberichte von Führungskräften in der Rubrik Erste Schritte sollen dich ermutigen, deine ersten lösungsfokussierten Schritte zu gehen, lösungsfokussierte Werkzeuge auszuprobieren und deinen individuellen Weg zu beschreiten.

Start before you are ready! Im Tun erlebst du, wie dieser Ansatz funktioniert und lernst, wie du ihn für dich sinnvoll einsetzen kannst. Berichte uns doch von deinen ersten Erfahrungen. Was hat bei dir besonders gut funktioniert?

Hier folgt der 2. Erfahrungsbericht! (Hier geht’s zum ersten Erfahrungsbericht)

Die ersten Erfahrungen mit der Wunderfrage

Ich leite seit einigen Jahren ein Team im IT-Bereich und möchte Ihnen meine ersten beiden Erfahrungen mit der Wunderfrage schildern. Die ersten lösungsfokussierten Schritte – Erfahrungen eines Teamleiters mit der Wunderfrage weiterlesen

Lösungsfokussierte Gesprächsführung – meine aktuellen Lieblingsinteraktionen

Lösungsfokussierte Gespräche können sehr vielfältig sein. Der Fokus auf die gewünschte Zukunft, bereits Funktionierendes, kleine nächste Schritte ermöglicht eine grosse Vielfalt an möglichen Interaktionen in der Gesprächsführung. In den letzten 11 1/2 Jahren meiner lösungsfokussierten Gesprächspraxis haben sich meine Lieblingsinteraktionen immer wieder verändert. Obwohl kein Gespräch genau gleich abläuft, möchte ich euch trotzdem gerne meine aktuellen Lieblingselemente vorstellen, die sich v.a. in Gesprächen mit Fach- und Führungskräften bewährt haben, mit dem Bewusstsein, dass sich diese rasch wieder ändern können:

1.) Begin with the end in mind: „Stell dir vor, unser Gespräch/unsere Gespräche haben sich wirklich gelohnt und du bist in naher Zukunft genau dort, wo du stehen möchtest. Was wird dann anders sein? Was wirst du dann anders tun? Wofür wird es sich gelohnt haben heute zusammen zu sitzen?“ -> Nachfragen, z.b. mit „Was wirst du dann noch anders tun?“, mit dem Ziel ein möglichst detailliertes Zielbild zu ermöglichen und Ideen für nächste Schritte zu generieren.

2.) Funktionierendes Verhalten sichtbar machen und erkennen: „Ich bin überzeugt, dass du schon ganz viel getan hast resp. auch jetzt machst, was dich näher an dein Ziel bringt. Was hast du schon gemacht resp. machst du bereits, was funktioniert? Was noch? Was hast du sonst noch gemacht, was hilfreich war? Wann hat es besonders gut funktioniert? Was hast du dort getan?“ -> Nachfragen, z.B. mit „Was hat noch funktioniert?“, mit dem Ziel möglichst viel sichtbar zu machen, was funktioniert resp. bereits mal funktioniert hat. Ich lasse meine Gesprächspartner das Funktionierende i.d.R. auf einem Flipchart oder A4-Blatt aufschreiben, z.B. als Liste oder als Mind-Map.

3.) Kleiner nächster Schritte: „Was davon möchtest du in den nächsten Tagen ausprobieren resp. allenfalls vermehrt tun oder wieder tun? Woran resp. wie werden deine Mitarbeitenden/KollegInnen dies erkennen?“  -> allenfalls nach Situationen in nächster Zeit fragen, in denen dieses Verhalten geübt werden kann.

4.) Wertschätzende Rückmeldung: z.B. in folgender Form: „Mich beeindruckt, wie du … (bereits funktionierendes Verhalten benennen)… Dein nächster Schritt, …(Verhalten benennen)… stimmt mich sehr zuversichtlich, dass du in nächster Zeit deinem Ziel näher kommst/Fortschritte erzielst/weiter kommst.“

5.) Zu Münzwurf-Experiment einladen: „Ich möchte dich gerne zu einem Experiment einladen. Hast du Lust dazu? Es ist ein Prophezeiungsexperiment. Das Experiment geht wie folgt:  (Portemonnaie öffnen, eine Münze auswählen lassen, diese in die Luft werfen und wieder auffangen und mit der Seite starten, die oben liegt, z.B. mit Kopf) Du wirfst die Münze in den nächsten zwei Wochen jeweils am Morgen, wenn du aufstehst. Kopf bedeutet, dass die Münze prophezeit, dass du es an diesem Tag schaffst, etwas zu tun, was dich deinem Ziel näher bringt, z.B. das Verhalten, dass du oben als nächsten Schritt erwähnt hast, zu zeigen. Zahl bedeutet, dass du dies nicht schaffst. Am Abend schaust du auf den Tag zurück: Wenn die Münze am Morgen Kopf gezeigt hat und du es auch tatsächlich geschafft hast, bekommst du einen Punkt. Wenn Sie Zahl gezeigt hat und du es nicht geschafft hast, bekommst du ebenfalls einen Punkt. Also immer dann, wenn sich die Prophezeiung als richtig erweist, erhältst du einen Punkt. Am Ende der zwei Wochen sendest du mir ein Email mit der Anzahl Punkte, die du erreicht hast. Ok?“ – Das Experiment hat das Ziel, dass das Gegenüber den Fokus in der nächsten Zeit auf eine spielerische Art und Weise aufrecht erhält. Die Anzahl der Punkte ist dabei weniger relevant als die Tatsache, dass das Gegenüber in der nächsten Zeit seine (neuen) Verhaltensweisen freudvoll ausprobieren und üben kann.

6.) Zum Schluss – Hilfreiche Gesprächselemente bewusst machen: „Was war in diesem Gespräch für dich besonders hilfreich?“ -> Diese Frage hilft einerseits dem Gesprächspartner bewusst zu machen, was für ihn hilfreich und nützlich war. Oft kann dies dann auch bewusster im Alltag angewendet werden. Andererseits geben die Antworten dem Fragenden Hinweise für nützliche Interaktionen in Zukunft.

 

Ich freue mich sehr auf Rückmeldungen: Was funktioniert bei dir? Was für Erfolgsgeschichten hast du mit diesen lösungsfokussierten Interaktionen gesammelt?

 

 

Fragen

Lösungsfokus – ideal, wenn die Lösung noch nicht bekannt ist?!

Letzte Woche hatten wir – Elfriede „Elfie“ Czerny* und Dominik Godat* – ein spannendes Gespräch über lösungsfokussierte Führung mit Mark (Name geändert), einem IT-Teamleiter eines Schweizer Grosskonzernes. Dabei stand vor allem die Frage im Zentrum, ob sich der Ansatz der Lösungsfokussierung auch dann eignet, wenn die Lösung noch gänzlich unbekannt ist. Dabei ist uns ein spannendes Missverständnis klar geworden!

Mark: Ich sehe den Nutzen der lösungsfokussierten Führung und es macht Sinn, den Fokus vom Problem auf die Lösung zu legen. Was aber, wenn meine Mitarbeitenden die Lösung noch nicht kennen? Wenn meine Mitarbeitenden nicht wissen, wie sie das Problem lösen können respektive wie Sie zu einer Lösung kommen? Eignet sich der Ansatz auch dann?


Dominik: Ja, unbedingt. Der lösungsfokussierte Ansatz eignet sich vor allem dann, wenn die Lösung noch nicht bekannt ist.

Elfie: Mich würde zunächst noch interessieren, was du unter „Lösung“ verstehst. Oft meinen wir mit diesem Wort sehr unterschiedliche Dinge:

  • Auf der einen Seite sprechen wir von „Lösung“ und meinen die gewünschte Zukunft – den Zustand, den wir erreichen wollen, bei dem vieles besser ist.
  • Auf der anderen Seite meinen wir mit „Lösung“ oft auch den Weg zu diesem gewünschten Zustand – sozusagen den Weg zur Lösung.

Mark: Ja, genau. Was wenn beides nicht bekannt ist. Wenn meine Mitarbeitenden weder die Lösung noch den Weg dorthin kennen? Dann kann ich ja gar nicht auf die Lösung fokussieren, da diese ja noch unbekannt ist, oder?


Elfie: Das mag vielleicht paradox klingen, doch der lösungsfokussierte Ansatz eignet sich vor allem dann, da er davon ausgeht, dass dort, wo die Aufmerksamkeit hingelenkt wird, Lernen entsteht. Richten wir unsere Aufmerksamkeit auf das Problem, dann werden wir Problemexperten. Dies führt für gewöhnlich zu einer grösseren Handlungsunfähigkeit, da wir nun zwar wissen, was das Problem ist, jedoch noch nicht, was wir nun tun können. Lenken wir die Aufmerksamkeit jedoch auf die Lösungsebene, so lernen wir mehr und mehr über mögliche Lösungen und erste nächste Schritte dorthin.


Mark: Die Lösungsebene?


Dominik: Ja, wenn wir von Lösungsebene sprechen, geht es vor allem um

  • das Entdecken der gewünschten Zukunft und um das, was dort dann alles anders sein wird (wird oft als zukünftige Lösung gesehen),
  • das Erkennen des bereits Funktionierenden (Teile der Lösung, die bereits jetzt Realität sind),
  • das Bewusst werden aller  Ressourcen, die die Mitarbeitenden für die Lösungsfindung einsetzen können,
  • das Aufspüren von positiven Ausnahmen der Vergangenheit, die wir wieder möglich machen können, in dem wir mehr von dem machen, was dort funktioniert hat sowie
  • das Ableiten von sinnvollen nächsten Schritten, die uns näher zur gewünschten Zukunft bringen und gleichzeitig motivieren und Zuversicht geben, um anschliessend nächste kleine Schritte zu initiieren.

Elfie: Lösungsfokus bedeutet, dass wir unsere Aufmerksamkeit gemeinsam auf das Entdecken von möglichen Lösungselementen legen und nicht, dass die Lösung schon bekannt sein muss.


Mark: Ah, ok! Und wie wird das gemacht?


Dominik: Der lösungsfokussierte Ansatz hat zahlreiche Instrumente, um Lösungen auf die Spur zu kommen. Wird Lösung als gewünschte Zukunft gesehen, dann haben sich in der Vergangenheit zur Erforschung dieses zukünftigen Wunsch-Zustandes unter Anderem folgende Frageformen bewährt:

  • die Wunderfrage (Kurzform: „Angenommen es geschieht über Nacht ein Wunder und alles hat sich einfach so gelöst. Woran erkennst du dies am Morgen danach?“),
  • Zielfragen (z.B. „Woran erkennst du, dass du dein Ziel erreicht hast?“),
  • Perspektivenwechsel (z.B. „Woran erkennen deine Kunden, dass du Fortschritte erzielt hast?“)  ,
  • Fragen nach möglichen Auswirkungen (z.B. „Was wird anders sein, wenn du an deinem Ziel angekommen bist?“) und zukünftigen Handlungen (z.B. „Was wirst du dann anders tun?“)

 (Für Details siehe Abschnitt 3.2 des Buches „Lösungen auf der Spur – Wirkungsvoll führen dank Lösungsfokus“).


Mark: Und wenn die Mitarbeitenden den Weg zur Lösung noch nicht kennen?


Elfie: Ja, ist mit Lösung der Weg zur gewünschten Zukunft gemeint, so entwickelt sich durch die oben beschriebene Erforschung der gewünschten Zukunft ein Referenz-Zustand mit dem Wunsch und Drang dorthin zu wollen. Die gewünschte Zukunft ist somit einerseits Kompass, in dem Sinne, dass sie die Richtung für den Weg in groben Zügen vorgibt, und andererseits aufgrund der Attraktivität auch Anziehungspunkt, in dem Sinne, dass Mitarbeitende motiviert sind, dorthin zu gelangen. Wie bei einer Reise findet sich der Weg in der Regel leicht(er), wenn klar ist, wo diese hin geht.

Dominik: Genau. Und, die im Gespräch gefundenen kleinen nächsten Schritte helfen, um dem Ziel näher zu kommen. In unserer heutigen dynamischen und komplexen Welt ist es oft effizienter erste kleine Schritte zu tun, dann zu schauen, welche Auswirkungen diese haben und anschliessend auf dieser Basis nächste Schritte zu definieren, die uns näher ans Ziel bringen. Auf diese Weise stellen Führungskräfte und Mitarbeitende sicher, dass sie konsequent den Weg zu ihrem Ziel verfolgen und keine Planungs- und Korrektur-Ressourcen verschwenden, wie dies bei Aktionsplänen üblich ist. Kleine nächste Schritte sind ausserdem mit einem kleineren Risiko verbunden. Deshalb sind kleine nächste Schritte mit der Einstellung „Lass uns dies mal versuchen und schauen, was passiert“ sinnvoll. In diesem Sinne ist es sogar gut, wenn der Lösungsweg anfangs noch nicht bekannt ist und sich Schritt für Schritt ergeben darf.

(Für Details siehe Abschnitt 3.5 des Buches „Lösungen auf der Spur – Wirkungsvoll führen dank Lösungsfokus“).

„Lösungsfokus bedeutet, dass wir unsere Aufmerksamkeit gemeinsam auf das Entdecken von möglichen Lösungselementen legen und nicht, dass die Lösung schon bekannt sein muss.“ Elfie Czerny

„Der lösungsfokussierte Ansatz hat zahlreiche Instrumente, um Lösungen auf die Spur zu kommen.“ Dominik Godat

*Elfriede Czerny und Dominik Godat leben und arbeiten zusammen. Sie leiten gemeinsam die 9-tägige Leadershipausbildung „Lösungsfokussierte Leaderin/Lösungsfokussierter Leader“.

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Fortschritte beim Fortschreiten erzielen – Spazieren für kreativere Lösungen!

Spazieren gehen fördert die Fantasie! Schon eine kurze Runde reicht aus.

Wann spazieren Sie Ihre nächste Sitzung?

Es ist allgemein bekannt, dass Bewegung den Körper und auch den Geist fit hält. Es geht jedoch noch einfacher – Schon einfaches Gehen beflügelt die Kreativität, wie eine Studie der kalifornischen Santa Clara University herausfand: Das Team um Daniel Schwartz  bat 179 Studenten, zwei kreative Wortspiele zu lösen. Im ersten mussten sie für ein Objekt möglichst viele neue Anwendungen finden. Bei dem zweiten handelte es sich um einen klassischen Wort-Assoziationstest. Dabei sollten die Testpersonen für drei Wörter jeweils eines finden, das mit allen dreien kombiniert werden kann. In verschiedenen Durchgängen lösten die Studenten diese Aufgaben einmal im Sitzen, einmal auf dem Laufband und einmal während eines Spaziergangs an der frischen Luft.

Im zweiten Test, in dem vor allem Konzentration und Kombinationsgabe gefragt waren, schien das Gehen keine Vorteile zu bringen. Hier schnitten die sich bewegenden Probanden sogar eher etwas schlechter ab. Anders dagegen im ersten Test, in dem Kreativität und neue Einfälle gefragt waren: Hier schnitten die Probanden deutlich besser ab, wenn sie dabei gingen. Dabei machte es keinen Unterschied, ob dies draussen oder auf dem Laufband geschah. In beiden Fällen fielen den Probanden mehr und kreativere Ideen zu den Objekten ein.

Ein weiteres Experiment zeigte, dass ein Spaziergang die Kreativität nicht nur aktuell, sondern auch längerfristig fördert. Denn absolvierten die Teilnehmer den Test nachdem sie von einem Spaziergang zurückgekommen waren, schnitten sie noch fast genauso gut ab als wenn sie direkt dabei gingen.

Wann spazieren Sie mit Ihrem Team zu kreativeren Lösungen anstatt im Sitzungzimmer zu sitzen? Versuchen Sie es: Gehen Sie hinaus an die frische Luft mit Ihren Mitarbeitenden und besprechen Sie neue Lösungen im Gehen – So erzielen Sie Fortschritte beim Fortschreiten!

Diese und weitere „Führungstricks“ finden Sie auch hier: http://www.solutionfocusedleadership.com/die-leadershipausbildung-loesungsfokussierter-leaderloesungsfokussierte-leaderin-2015/

Die Leadershipausbildung: “Lösungsfokussierter Leader/Lösungsfokussierte Leaderin” 2015

Die Leadershipausbildung: Lösungsfokussierter Leader/Lösungsfokussierte Leaderin
9 Tage | 3 Module à 3 Tage | Nächste Durchführung: 5.-7. März 2015, 23.-25. April 2015 und 11.-13. Juni 2015  auf der Gersberg Alm bei Salzburg


Kommen Sie in dieser 9-tägigen Ausbildung mit auf eine Reise in die Welt der lösungsfokussierten Führung: Lernen Sie einen wirkungsvollen Führungsstil kennen, der das gesamte Potential Ihrer Mitarbeitenden nutzbar macht und mit dem Sie sehr effektiv zu guten Resultaten kommen. Entdecken Sie einen Ansatz der sowohl die effiziente Zielerreichung als auch die Mitarbeitenden wertschätzend ins Zentrum stellt!

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In Modul 1 (5.-7. März 2015)

  • lernen Sie die Annahmen, die Werkzeuge sowie die Einsatzmöglichkeiten des lösungsfokussierten Ansatzes für Ihre individuelle Führungssituation kennen.
  • erleben und erlernen Sie die Tricks und Kniffs der lösungsfokussierten Gesprächsführung, damit Sie Ihre Mitarbeitenden in Zukunft bei ihren Anliegen erfolgreich coachen und begleiten können.
  • erarbeiten Sie Ihre persönliche (Führungs-)Vision als Wegweiser und Leitstern für Ihre zukünftigen Führungshandlungen.

Im Rahmen von Modul 2 (23.-25. April 2015)

  • vertiefen Sie Ihre lösungsfokussierten Gesprächskompetenzen.
  • lernen Sie den lösungsfokussierten Ansatz auf Ihre Alltagsinteraktionen mit Ihren Mitarbeitenden anzuwenden.
  • entdecken Sie, wie Sie damit die Resilienz Ihrer Mitarbeitenden stärken.
  • arbeiten wir gemeinsam im Rahmen von Coaching, Supervision und Fallarbeit an Ihren individuellen Anliegen und Anwendungsgebieten.

In Modul 3 (11.-13. Juni 2015)

  • lernen Sie, wie Sie durch Lösungsfokussierung die Wirkung unterschiedlichster Führungsinstrumente erhöhen können.
  • erleben Sie die Wirkung lösungsfokussierter Sitzungsgestaltung.
  • optimieren Sie Ihre jährlichen Mitarbeitergespräche und Leistungsbeurteilungen.
  • führen Sie als Zertifizierung ein Coachinggespräch durch und präsentieren Ihre optimierten Führungsinstrumente.

Abschluss: Zertifikat „Lösungsfokussierter Leader / Lösungsfokussierte Leaderin“


Kosten:
Ausbildungsgebühr inkl. Übernachtung: CHF 7’500.– oder € 6000.– zzgl. 8% MwSt.
Die Ausbildungsgebühr umfasst die Kosten für 9 Tage Ausbildung, sämtliche Unterrichtsmaterialien sowie 6 Übernachtungen (jeweils von Donnerstag auf Samstag) inkl. Frühstücksbuffet im „Romantik Hotel und Restaurant – Die Gersberg Alm“. Weitere Übernachtungen müssen bei Hotel direkt gebucht und bezahlt werden.

Seminarpauschale: Die Verpflegung durch den Tag (exkl. Abendessen) wird den Teilnehmenden im Rahmen einer Seminarpauschale von €51/Tag direkt vom Hotel verrechnet.

Abendessen: Das Abendessen wird den Teilnehmenden direkt vom Hotel in Rechnung gestellt.


Anmeldeschluss: 8. November 2014


Ort/Anreise:
Ort: Die Ausbildung findet im „Romantik Hotel & Restaurant – Die Gersberg Alm“ bei Salzburg statt. Die Gersberg Alm gehört zu den führenden Häusern in Salzburg. Erleben Sie in stilvolle Ruhe in den neu renovierten Zimmern. Der Blick auf die Stadt ist einzigartig und verstärkt den Eindruck: die Alm ist eine besondere Adresse.

Anreise mit dem Auto: Die Gersberg Alm befindet sich ca. 5 Kilometer oberhalb von Salzburg und ist gut mit dem Auto erreichbar. Mehr zur genauen Anreise finden Sie hier: http://www.gersbergalm.at/de/anreise/ Vor dem Hotel hat es genügend kostenlose Parkplätze.

Anreise mit dem Zug: Ab dem Hauptbahnhof Salzburg bringt Sie ein Taxi (ca. € 20.–) oder der Postbus Nr. 150 Fuschl/Bad Ischl innerhalb von ca. 10-15 Minuten zur Gersberg Alm (ca. 3.4 Km).

Anreise mit dem Flugzeug: Ab dem Flughafen Salzburg W.A. Mozart bringt Sie ein Taxi (ca. €35) in ca. 20-30 Minuten zur Gersberg Alm (ca. 7.8 Km). Oder Sie nehmen zuerst die öffentlichen Verkehrsmittel zum Bahnhof und steigen dort in den Postbus Nr. 150 in Richtung Fuschl/Bad Ischl ein.


Anmeldung/Fragen:
Kontaktieren Sie uns bei Fragen unverbindlich oder melden Sie sich direkt bei einem der beiden Kursleitenden verbindlich an:

Elfriede Juliana Czerny  & Dominik Godat
Elfie      Dominik

Dominik Godat | Godat Coaching GmbH
coaching@godat.ch | +41 76 420 19 18
Mattli 14 | CH-6365 Kehrsiten

Elfriede Juliana Czerny
coaching@elfieczerny.at | +43 699 105 06171
Breitenfelder Gasse 18/15 | A-1080 Wien

Wie fördern lösungsfokussierte Führungskräfte eine „Atmosphäre des Vertrauens“? | How to create an atmosphere of trust

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German (ENGLISH BELOW)

Im Rahmen des „Solution Focused Leadership Survey“ wurden Führungskräfte u.a. befragt, wie sie eine „Atmosphäre des Vertrauens“ (an atmosphere of trust) schaffen:

  • „Ich versuchte es, in dem ich Dinge delegierte, die ich zuvor nicht delegierte“
  • „Lächeln“
  • „Ich beschuldige die Mitarbeitenden nicht mehr, wenn was falsch läuft, sondern schaue mit ihnen gemeinsam, was  wir tun können.“
  • „In dem ich ein guter Zuhörer bin und mein Wort halte“
  • „Ich liess es wie ein Spiel aussehen, bei dem das Risiko zu scheitern gemildert wurde“
  • „präsent sein, zuhören und vertrauen, dass er Entscheidungen treffen würde, die für alle Betroffenen gut sind, ihm Raum geben, um Dinge durchzudenken, nicht fordernd sein“
  • „In dem ich klar machte, dass Dinge nur geschehen, wenn (a) genug Leute dies wollen und auch bereit sind, dies Wirklichkeit werden zu lassen und (b) wenn sie die Unterstützung der Steuerungsgruppe suchen und erhalten.“
  • „Aufrichtige Komplimente, die ich mit Beispielen belegte,  erhöhten das Vertrauen.“
  • „Ich teile offen die Erfolge und Misserfolge mit meinem Team und meinem Vorgesetzten“
  • „In dem ich zuhöre, Zeit in ihrer Welt verbringe, hingehe und sehe sowie das was bereits funktioniert herausstreiche und lobe.“
  • „Ich gab ihm Zeit und Raum, um zu sprechen und hörte ruhig zu“
  • „Authentisch und offen darüber sprechen, was es bei mir auslöst und Feedback auf eine respektvolle und objektive Art geben“
  • „Verlässlichkeit über längere Zeit aktiv vorgelebt“
  • „Absichten offen mitteilen und die Absichten anderer wertschätzen“
  • „Zuhören, mehr als selber sprechen“
  • „In dem ich ihnen vertraue“
  • „Empathie, da sein, zuhören“

Was funktioniert bei dir? Wie schaffst du es, eine Atmosphäre des Vertrauens zu schaffen? Bitte teile uns mit, was du machst, damit wir voneinander lernen können.

Nimm an Erfahrungsaustauschen wie diesem teil und werde Mitglied in unserer online Community hier…

Mehr Erfahrungen wie diese findest du auch hier…

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English (GERMAN ABOVE)

Within the „Solution Focused Leadership Survey“ leaders were asked how they create an atmosphere of trust:

  • „I just tried it by delegating things I hadn’t delegated before“
  • „Smile“
  • „I don’t accuse of mistakes and just try to think together what to do“
  • „By being a good listener and keeping my word“
  • „Made it look like a game where risks for failure were mitigated“
  • „being present, listening and placing trust in him that he would make the decision that was best for all concerned, giving him room to think things through, not being demanding“
  • „By making it clear that things could only happen (a) if enough people wanted it to happen and were willing to make it happen and (b) if they sought and received the support of the Steering Group.“
  • „With genuine compliments backed by examples, it improved the trust“
  • „share openly success and failures with my team and my boss“
  • „By listening, spending time in their world, going and seeing, affirming what is already working“
  • „Giving time and space for him to talk and me staying silent“
  • „Being authentic and open about what triggers. And giving feedback in a respectful objective way“
  • „Verlässlichkeit über längere Zeit aktiv vorgelebt“
  • „be explicit about intentions and value the intentions of others“
  • „Listening to them more rather than speaking myself“
  • „by trusting them“
  • „empathy, being there, listening“

What works in your practice? How do you manage to create an atmosphere of trust? Please share with us, what you do, so we can learn from each other.

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